Erdgas besteht großenteils (85% – 96%) aus Methan (CH4). Der Anteil des Methans am Erdgas bestimmt dessen Energiegehalt (Brennwert Hs bzw. Heizwert Hi). Je höher der Methan-Gehalt, desto größer der Energiegehalt. Entsprechend wird zwischen L-Gas und H-Gas unterschieden, wobei Deutschland dabei ist, das L-Gas abzuschaffen.

Wenn komprimiertes Erdgas gemäß TtW-Betrachtung im Verbrennungsmotor stöchiometrisch mit Luftsauerstoff zu CO2 oxidiert/verbrennt, entstehen pro eingesetzter Energieeinheit (Kilowattstunde-Hi) ca. 196 gCO2. Bei der Verbrennung von Benzin und Diesel sind es 265 gCO2/kWhHi. Im Vergleich mit Dieselkraftstoff und Benzin reduziert Erdgas die THG-Emission also um 26%.

WtW-gesehen wird die Umwelt beim Einsatz von CNG mit 249,5 gCO2/kWhHi belastet, beim Einsatz von Benzin mit 335,9 gCO2/kWhHi und bei der Verwendung von Dieselkraftstoff mit 342,4 gCO2/kWhHi – sagt die EU-Richtlinie 2015/652. Erdgas ist also auch hier im Vorteil: mit -27,1% gegenüber dem Dieselkraftstoff und mit -25,7% gegenüber Benzin.

Nun weisen die einzelnen Antriebe unterschiedliche Wirkungsgrade auf. Der CNG-Antrieb verbraucht 3,5% – 15,2% mehr Energie als ein Benzin-Antrieb und der Dieselantrieb 14% – 23% weniger als ein Benziner. Gegenüber dem Diesel-Antrieb verbraucht der CNG-Antrieb 15% – 40% mehr. Die Hersteller von CNG-Modellen sind hier unterschiedlich erfolgreich.

Beim Wechsel vom Dieselantrieb auf den CNG-Antrieb wird der Vorteil bei der THG-Emission also großenteils zunichte gemacht, beim Wechsel vom Benzin-Antrieb auf den CNG-Antrieb zu einem geringeren Teil.

Gleichwohl gibt es Hersteller wie z.B. VW, die es schaffen, den CNG-Antrieb auch bei Nutzung fossilen CNGs sauberer zu machen als Diesel.