Audi wirbt seit Ende 2017 (z.B. in der AMS 26/2017 und im Internet) mit folgenden Aussagen:

„Fahrspaß mit Windenergie. Der Audi A4 Avant g-tron*. 80% weniger CO2-Emissionen mit Audi e-gas auch aus Windenergie.** Audi.de/g-tron

*..Kraftstoffverbrauch kombiniert: Benzin 6,5-5,5 l/100 km; CNG 4,3-3,8 kg/100 km; CO2-Emissionen kombiniert: Benzin 147-126 g/km; CNG: 117-102 g/km. Angaben zu Kraftstoffverbrauch und CO2-Emissionen bei Spannbreiten in Abhängigkeit vom verwendeten Reifen-/Rädersatz.

** Im reinen Gasbetrieb (CNG) in einer Well-to-Wheel-Betrachtung (farbliche Hervorhebung und Link zugefügt) (Umweltbilanz, die die Kraftstoffproduktion und den Fahrbetrieb des Fahrzeugs mit einschließt) im Vergleich zum Audi A4 Avant 2.0 TFSI mit 140 kW … Als g-tron Kunde tanken Sie wie gewohnt an einer beliebigen CNG-Tankstelle. Die AUDI AG stellt sicher, dass die auf Basis der gesetzlichen Normen zur Verbrauchs- und Emissionsmessung nach NEFZ/WLTP sowie regelmäßig von Audi erhobener statistischer Daten zur jährlichen Fahrleistung der im Zeitraum 7. März 2017 – 31. Mai 2018 bestellten Audi g-tron Fahrzeuge errechneten Gasmengen durch Audi e-gas ersetzt werden – für 3 Jahre ab der Erstzulassung als Neufahrzeug. Das Audi e-gas wird in das europäische Erdgasnetz eingespeist und verdrängt somit fossiles Erdgas. Der ebenfalls auf dieser Grundlage ermittelte Umfang der CO2-Einsparung kann im tatsächlichen Fahrbetrieb geringer ausfallen. Mehr unter audi.de/g-tron
Audi Vorsprung durch Technik“ (Ende des Zitats)

WTW-GESEHEN ist eine Treibhausgas-Emissions-Minderungs-Leistung von 80% ggü. der fossilen Referenz Benzin / Diesel deutlich mehr als es bis 2040 mit Elektroautos möglich sein wird – sagt der unbestechliche ONLINE-KALKULATOR „ANTRIEBS-KONZEPTE“.

Allmählich beginnt sich die Erkenntnis durchzusetzen: Elektroautos sind nicht per se umweltfreundlich. Dies ergibt sich nicht zuletzt auch aus der Anfang Dezember 2017 von der Deutschen Bundesregierung verabschiedeten 38. BImSchV, die u.a. die Anrechnung von in Straßen-Fahrzeugen mit Elektro-Antrieb genutztem Strom auf die Erfüllung der Treibhausgas-Quote regelt. Diese schreibt gemäß § 5 Abs. (2) vor, dass für die Berechnung der THG-Emissionen des elektrischen Stroms die aus dem Stromnetz entnommene Strommenge zu multiplizieren ist mit der vom Umwelt-Bundesamt ermittelten „durchschnittlichen Treibhausgas-Emission pro Energie-Einheit des Stroms in Deutschland“.

Diese durchschnittliche THG-Emission des Strom-Mixes ist immer noch erheblich. Für 2016 hat das Umweltbundesamt (UBA) für den Strom-Inlandsverbrauch einen Emissionswert von 580 gCO2/kWhel errechnet, für 2030 erscheint ein Wert von 380 g gCO2/kWhel realistisch.